Wie du Angst löst, bevor sie wächst
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Wenn du erste Anspannung bemerkst — rasende Gedanken, hochgezogene Schultern oder ständiges Kontrollieren — halte neunzig Sekunden inne. Sage: „Ich bemerke Angst“ statt „Mit mir stimmt etwas nicht“. Stell beide Füße auf den Boden und atme sechsmal ruhig, wobei jedes Ausatmen etwas länger als das Einatmen dauert.
Nutze dann die kurze 3–2–1-Erdung: Benenne drei Dinge, die du siehst, zwei Geräusche und eine Empfindung dort, wo dein Körper Stuhl, Boden oder Kleidung berührt. Kehrt ein beängstigendes Szenario zurück, setze davor: „Ich habe den Gedanken, dass …“. Du musst jetzt nicht entscheiden, ob es stimmt; nimm es wahr und kehre zur Umgebung zurück.
Frage abschließend: „Was kann ich in den nächsten zehn Minuten tun?“. Wähle einen kleinen Schritt: eine Nachricht beantworten, eine Frage für die Arztpraxis notieren, Wasser trinken oder kurz spazieren gehen. Beeinträchtigt Angst regelmäßig deinen Alltag, sprich darüber mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer psychologischen Fachperson.
