HelpClinic

Tägliche Unterstützung bei Arbeitsstress und Erschöpfung

Ich hasse meinen Job, aber ich brauche das Geld: was du heute Abend konkret tun kannst.

Psychische Belastung am Arbeitsplatz reicht bis nach Feierabend: Das Postfach bleibt im Kopf, der Montag macht schon am Sonntag Angst. HelpClinic bietet kurze Tools, eine KI-gestützte tägliche Routine und Zugang zu einer Fachperson. Der KI-Begleiter ist kein:e Therapeut:in und kein Krisendienst.

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Häufigste Belastungen

  • Stress & Druck
  • Burnout
  • Sonntagsangst
  • Nach Feierabend
  • Keine Kraft mehr
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Entwickelt mit Psycholog:innen und der Medizinischen Universität Łódź.

Kurze Texte, die den Anfang leichter machen

Wie du Burnout erkennst, bevor es dich erwischt

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Vielleicht bemerkst du die Veränderung zuerst am Sonntag: Der Gedanke an die Arbeit drängt sich früh in den Tag, obwohl noch nichts ansteht. Nach Feierabend prüfst du weiter Nachrichten, bist schnell gereizt oder brauchst ungewöhnlich lange, um innerlich abzuschalten. Vielleicht sagst du Treffen ab, schiebst einfache Aufgaben vor dir her oder reagierst auf Fragen von Kollegen zynischer als früher. Eine solche Beobachtung ist noch keine Diagnose. Sie zeigt dir zunächst, wo du genauer hinsehen solltest.

Nimm dir einmal pro Woche zehn Minuten für drei Bereiche: Energie, dein Verhältnis zur Arbeit und das Gefühl, etwas zu bewirken. Schreibe auf, was in den vergangenen Tagen tatsächlich passiert ist. Statt „Ich bin nicht belastbar“ notierst du etwa: „Nach der Arbeit lag ich auf dem Sofa und konnte mich zu nichts aufraffen.“ Ergänze, wann es auftrat und was unmittelbar davor los war. So erkennst du eher, ob eine schwere Woche vorbeigeht oder sich ein anhaltendes Muster entwickelt.

Prüfe bei der Energie deinen Schlaf, die Anspannung nach Feierabend und deine Fähigkeit, dich zu erholen. Beobachte, ob du müde aufwachst, in Arbeitssituationen ständig angespannt bleibst oder auch in freier Zeit gedanklich bei Aufgaben festhängst. Frage dich konkret: „Wann hatte ich zuletzt einen Feierabend, nach dem ich mich etwas erholter fühlte?“ Wenn dir keine Antwort einfällt, notiere genau das. Bewerte dich dabei nicht als stark, schwach, fleißig oder undiszipliniert.

Schau anschließend auf dein Verhältnis zur Arbeit. Werden harmlose Fragen schneller lästig? Ziehst du dich zurück, antwortest knapper oder denkst häufiger abwertend über Kunden, Kollegen oder den Chef? Prüfe bei der Wirksamkeit, ob einfache Aufgaben mehr Kraft kosten, Entscheidungen länger dauern oder du trotz großer Anstrengung kaum das Gefühl hast, etwas abzuschließen. Halte Beispiele fest, etwa: „Ich habe die Nachricht mehrfach geöffnet und trotzdem nicht beantwortet.“ Konkrete Situationen helfen mehr als ein allgemeines Urteil über dich.

Kreise ein Signal ein, das du beeinflussen kannst, und plane für fünf Tage die kleinste Veränderung. Das kann ein festes Arbeitsende, eine bildschirmfreie Pause oder ein Gespräch über Prioritäten sein. Bei Schichtarbeit setzt du keinen festen Zeitpunkt, sondern einen klaren Abschluss nach jeder Schicht, etwa Geräte weglegen, Arbeitsnachrichten schließen und Kleidung wechseln. Beobachte danach, ob die Veränderung umsetzbar war. Wenn sie scheitert, verkleinere sie oder wähle ein anderes Signal, statt das ganze Vorhaben aufzugeben.

Sprich Überlastung anhand konkreter Aufgaben an. Du kannst sagen: „Ich habe drei dringende Aufgaben und Kapazität für zwei. Welche hat Vorrang?“ Oder: „Mir fällt auf, dass ich nach Feierabend weiter auf Nachrichten reagiere und mich kaum erhole. Ich möchte klären, wann eine Antwort wirklich erwartet wird.“ Führt das Gespräch zu keiner Entscheidung, fasse deine Frage schriftlich zusammen: „Damit ich meine Arbeit planen kann, brauche ich eine klare Priorität. Bitte sag mir, womit ich beginnen soll und was warten kann.“ Bleibt auch darauf eine Antwort aus, dokumentiere deine offenen Aufgaben und bringe sie erneut einzeln zur Sprache.

Wenn du allein lebst, vereinbare einen kurzen Kontakt außerhalb der Arbeit: „Ich merke, dass ich mich gerade stark zurückziehe. Kannst du mich diese Woche fragen, wie mein Feierabend war?“ Ist keine Familie in der Nähe, kann eine vertraute Person per Nachricht oder Anruf diesen festen Bezugspunkt übernehmen. Wenn dein Geld knapp ist, beginne mit Veränderungen, die nichts kosten, und frage vor einem Termin, welche Kosten entstehen. Bei einer Sprachbarriere schreibst du Beobachtungen vorher in einfachen Sätzen auf. Du kannst fragen: „Ich kann meine Belastung auf Deutsch schwer beschreiben. Ist ein Gespräch in meiner Sprache möglich, oder kann ich vorbereitete Notizen mitbringen?“

Hält die Erschöpfung an, wird sie stärker oder erschwert sie den Alltag, sprich mit einer ärztlichen oder psychologischen Fachperson. Beobachtbare Gründe dafür sind etwa, dass Schlaf und freie Zeit keine spürbare Erholung bringen, alltägliche Aufgaben regelmäßig liegen bleiben, Entscheidungen kaum noch gelingen oder Rückzug und Reizbarkeit deine Beziehungen belasten. Sage beim Kontakt: „Seit einiger Zeit erhole ich mich nach der Arbeit kaum noch. Einfache Aufgaben dauern länger, und auch außerhalb der Arbeit komme ich nicht zur Ruhe.“ Nimm deine wöchentlichen Notizen mit und frage die Fachperson, wie diese Veränderungen einzuordnen sind und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Die Sonntagsangst: woher sie kommt und wie du sie milderst

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Vielleicht beginnt die Sonntagsangst schon am Nachmittag. Du denkst an eine volle Aufgabenliste, ein schwieriges Gespräch mit deinem Chef oder an Nachrichten, die du noch nicht beantwortet hast. Du gehst mögliche Fehler durch, öffnest wieder das Postfach und versuchst, die ganze Woche im Kopf vorwegzunehmen. Manchmal gibt es einen klaren Auslöser. Manchmal fühlt sich Montag einfach wie ein großer, unübersichtlicher Block an. In beiden Fällen brauchst du am Sonntagabend keinen Plan für die gesamte Woche. Du brauchst einen kleinen, klar begrenzten nächsten Schritt.

Beginne mit der fünfzehnminütigen Übung zum Schließen offener Schleifen. Lege Papier oder eine leere Notiz bereit, stelle einen Timer und schreibe alles auf, was beim Gedanken an Montag wiederkehrt. Formuliere jeden Punkt so konkret wie möglich: „Ich weiß nicht, welche Aufgabe zuerst fertig sein muss“, „Ich fürchte die Reaktion meines Chefs“ oder „Ich habe zu viele ungelesene Nachrichten“. Bewerte die Gedanken noch nicht. Wenn derselbe Gedanke mehrfach auftaucht, schreibst du ihn nur einmal auf und setzt einen Punkt daneben. So erkennst du, was dich besonders stark beschäftigt, ohne die Sorge jedes Mal neu auszuführen.

Teile die Liste anschließend in „morgen handeln“, „später entscheiden“ und „außerhalb meiner Kontrolle“. Bei „morgen handeln“ ergänzt du nur den Anfangsschritt, zum Beispiel das Dokument öffnen oder nach einer Frist fragen. Für „später entscheiden“ legst du einen passenden Eintrag im Kalender an. Bei „außerhalb meiner Kontrolle“ benennst du die Sorge, planst aber keine Lösung für diesen Abend. Falls du einen Punkt nicht einordnen kannst, frage dich: „Kann ich am Sonntagabend etwas Konkretes daran ändern?“ Lautet die Antwort nein, kommt er vorerst in die dritte Gruppe.

Bereite für schwierige Kontakte einen vollständigen Satz vor. An deinen Chef kannst du schreiben: „Guten Morgen, ich habe mehrere dringende Aufgaben vor mir. Welche davon hat heute Vorrang?“ Wenn eine Frist unklar ist, passt: „Damit ich meine Arbeit sinnvoll einteilen kann, brauche ich bitte eine klare Rückmeldung zur Frist.“ Bei ständiger Erreichbarkeit kannst du ankündigen: „Ich lese berufliche Nachrichten wieder zu Beginn meiner nächsten Arbeitszeit.“ Schicke die Nachricht erst dann, wenn du wieder arbeitest. Am Sonntag genügt es, den Text zu speichern. Wenn dein Chef nicht antwortet, wählst du die Aufgabe, deren nächster Schritt am klarsten ist, und hältst deine offene Frage schriftlich fest.

Gehe danach die Abfolge 5, 4, 3, 2, 1 durch. Nimm fünf sichtbare Dinge wahr, vier Berührungsempfindungen, drei Geräusche, zwei Gerüche und einen Geschmack. Benenne sie langsam und ohne sie zu bewerten. Wenn du abschweifst, beginnst du nicht von vorn, sondern machst bei der nächsten Wahrnehmung weiter. Danach wählst du eine ruhige Tätigkeit wie Duschen, Lesen oder einen kurzen Spaziergang. Lege außerdem fest, ab wann du berufliche Nachrichten nicht mehr ansiehst. Schalte Hinweise aus oder lege das Arbeitsgerät außer Reichweite, wenn du es sonst automatisch öffnest.

Passe den Ablauf an deine Lebenssituation an. Bei Schichtarbeit nutzt du ihn am Abend vor deiner nächsten Arbeitsphase, auch wenn das kein Sonntag ist. Wenn du allein wohnst, kannst du einer vertrauten Person schreiben: „Ich bin wegen der nächsten Arbeitstage angespannt. Hast du kurz Zeit, mir zuzuhören, ohne sofort nach einer Lösung zu suchen?“ Ist keine Familie in der Nähe, wähle jemanden, mit dem ein kurzer Anruf oder Nachrichtenaustausch möglich ist. Wenn du kein Geld ausgeben kannst, bleib bei Papier, Kalender, Spaziergang und ausgeschalteten Hinweisen. Bei einer Sprachbarriere schreibst du kurze Sätze vor und sagst: „Bitte sprich langsam und bestätige die wichtigsten Punkte schriftlich, damit ich sie richtig verstehe.“

Manchmal senkt der erste Versuch die Anspannung nicht. Wenn das Schreiben die Gedankenspirale verstärkt, beendest du die Liste, obwohl der Timer noch läuft, und wechselst direkt zur Wahrnehmungsübung. Wenn du weiterhin Nachrichten öffnest, melde dich vom beruflichen Konto ab oder lege das Gerät in einen anderen Raum. Kannst du keinen Anfangsschritt finden, verkleinere ihn weiter: nicht „Präsentation fertigstellen“, sondern „Datei öffnen und Überschrift lesen“. Bleibt eine Sorge unklar, schreibe nur auf, wen du während deiner nächsten Arbeitszeit um eine Entscheidung bitten wirst. Der Sonntagabend muss diese Entscheidung nicht vorwegnehmen.

Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn die Sonntagsangst regelmäßig einen großen Teil deines freien Tages bestimmt, du wiederholt nicht schlafen kannst, Mahlzeiten oder Verabredungen auslässt, dich ständig zu beruflichen Nachrichten gedrängt fühlst oder deine Arbeit kaum noch beginnen kannst. Notiere vor dem Gespräch konkrete Beispiele: wann die Anspannung beginnt, was du dann tust und was dadurch ausfällt. Du kannst sagen: „Meine Gedanken an die Arbeit nehmen regelmäßig meinen freien Abend ein. Ich schlafe schlecht, kontrolliere immer wieder Nachrichten und komme am nächsten Tag schwer ins Arbeiten. Ich möchte besprechen, welche Unterstützung jetzt passt.“ Wenn das Sprechen schwerfällt, speichere diesen Satz und zeige ihn der Fachperson bei deinem Termin.

Grenzen bei der Arbeit ziehen, ohne schlechtes Gewissen

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Vielleicht kennst du den Moment: Kurz vor Feierabend kommt eine dringende Bitte, obwohl dein Tag bereits voll ist. Du willst nicht unkollegial wirken, fürchtest die Reaktion deines Chefs oder denkst, du müsstest beweisen, dass man sich auf dich verlassen kann. Also sagst du zu, obwohl du erschöpft bist. Ein schlechtes Gewissen nach einer Grenze bedeutet jedoch nicht, dass sie falsch ist. Es kann entstehen, weil du eine Gewohnheit veränderst. Bisher warst du verfügbar, jetzt benennst du deine tatsächliche Kapazität.

Antworte nicht sofort. Kläre zuerst für dich drei Punkte: Was genau wird verlangt? Was kannst du realistisch übernehmen? Welcher nächste Schritt ist möglich? Formuliere dann einen Satz aus drei Teilen. Erkenne die Bitte an, nenne deine Kapazität und biete eine konkrete Möglichkeit an. Zum Beispiel: „Ich sehe, dass der Bericht dringend ist. Den ersten Teil schaffe ich heute bis 16 Uhr, den Rest morgen früh. Wenn alles heute fertig sein muss, sollten wir festlegen, welche aktuelle Aufgabe wartet.“

Falls du eine Bitte ganz ablehnen musst, kannst du schreiben: „Ich kann diese Aufgabe heute nicht zusätzlich übernehmen. Ich bin mit den bereits vereinbarten Aufgaben ausgelastet.“ Bei unklaren Prioritäten passt: „Ich kann das übernehmen, wenn eine andere Aufgabe verschoben wird. Bitte sag mir, was zuerst erledigt werden soll.“ Für Nachrichten nach Feierabend kannst du verwenden: „Ich lese die Nachricht zu Beginn meiner nächsten Arbeitszeit und antworte dann.“ Du musst deinen Zustand nicht ausführlich erklären. Eine kurze, sachliche Information bietet weniger Ansatzpunkte für eine neue Verhandlung.

Lies deine Nachricht vor dem Senden einmal langsam. Prüfe, ob sie respektvoll ist, eine eindeutige Grenze enthält und eine Möglichkeit nennt, die du wirklich einhalten kannst. Atme ruhig aus und sende sie, ohne weitere Rechtfertigung anzufügen. In einem Gespräch kannst du dir vorher einen Satz aufschreiben und ihn sichtbar neben dich legen. Wenn du überrascht wirst, gewinne Zeit mit: „Ich prüfe meine Aufgaben und gebe dir in Kürze eine realistische Rückmeldung.“

Manchmal wird die erste Grenze ignoriert. Dann erkläre nicht alles noch einmal. Wiederhole ruhig dieselbe Möglichkeit: „Wie gesagt, heute schaffe ich den ersten Teil bis 16 Uhr. Für den Rest brauche ich bis morgen früh.“ Kommt erneut Druck, bleib bei der kaputten Schallplatte: „Meine verfügbare Zeit ändert sich dadurch nicht. Welche aktuelle Aufgabe soll warten?“ Wird das Gespräch persönlich, kannst du sagen: „Ich möchte bei den Aufgaben und Prioritäten bleiben.“ Beende keine zugesagte Arbeit heimlich, sondern benenne erneut, was innerhalb deiner Kapazität möglich ist.

Passe die Form an deine Situation an. Bei Schichtarbeit nennst du statt einer üblichen Feierabendzeit das Ende deiner Schicht: „Meine Schicht endet um 22 Uhr. Ich kümmere mich in meiner nächsten Schicht darum.“ Wenn du allein wohnst oder keine Familie in der Nähe hast, halte nach dem Gespräch kurz in einer Notiz oder in der App fest, was gesagt wurde. So musst du die Situation nicht immer wieder im Kopf durchspielen. Dafür brauchst du nichts zu kaufen. Bei einer Sprachbarriere sind kurze Sätze oft leichter: „Heute ist meine Arbeitszeit voll. Ich kann die Aufgabe morgen beginnen.“ Bitte bei Bedarf um eine schriftliche Anfrage: „Bitte schick mir die Aufgabe und die Frist schriftlich, damit ich beides richtig verstehe.“

Nach dem Senden kann das Schuldgefühl stärker werden. Benenne es genau: „Ich fühle mich schuldig, weil ich etwas Neues tue.“ Prüfe anschließend nur beobachtbare Punkte. War dein Ton respektvoll? War die Grenze verständlich? Hast du nichts versprochen, was du nicht schaffen kannst? Wenn die Antwort darauf ja lautet, ändere die Nachricht nicht aus Unruhe. Notiere, was tatsächlich passiert ist. Kam eine sachliche Rückfrage, gar keine Reaktion oder weiterer Druck? Diese Beobachtung hilft dir, die nächste Grenze genauer vorzubereiten.

Beziehe eine psychotherapeutische Fachperson ein, wenn du beobachtest, dass die Arbeit wiederholt deinen Schlaf, deine Mahlzeiten, deine Konzentration oder einfache Aufgaben nach Feierabend beeinträchtigt. Sprich das auch an, wenn du Nachrichten aus Angst vor der Reaktion ständig kontrollierst, vor jedem Arbeitstag starke körperliche Anspannung bemerkst oder trotz mehrerer Versuche keine Grenze mehr aussprechen kannst. Nimm drei konkrete Situationen mit: Was wurde verlangt, was hast du geantwortet und was geschah danach? Du kannst im Termin sagen: „Ich brauche Unterstützung dabei, Grenzen bei der Arbeit zu setzen. Nach solchen Gesprächen bleibe ich lange angespannt und nehme meine Grenze häufig wieder zurück.“

Die Mini-Pause, die deinen Kopf wirklich zurücksetzt

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Zwischen zwei fordernden Aufgaben entsteht oft keine echte Lücke. Die Besprechung endet, schon wartet eine Nachricht, danach folgt eine Tabelle oder der nächste Anruf. Vielleicht greifst du automatisch zum Handy und merkst beim Zurückkehren, dass dein Kopf noch beim vorigen Thema hängt. Genau dort passt die zweiminütige Mini-Pause: nach einem klaren Abschluss und bevor du etwas Neues öffnest. Lege das Handy mit dem Bildschirm nach unten. Für diese zwei Minuten beantwortest du nichts.

Rücke zuerst ein Stück vom Schreibtisch ab. Suche den entferntesten Punkt, den du von deinem Platz aus sehen kannst, etwa aus dem Fenster oder am Ende des Raums. Lass deinen Blick dort ruhen, ohne Text oder Benachrichtigungen zu lesen. Atme dreimal ruhig ein und aus. Du musst dabei keinen besonderen Zustand erreichen. Taucht ein Gedanke an das vergangene Gespräch auf, sage leise: „Das war die vorige Aufgabe. Zwei Minuten lang muss ich sie nicht weiterbearbeiten.“ Dann bringst du den Blick zurück.

Gehe danach durch drei Stellen, an denen du Anspannung bemerkst. Lass die Schultern sinken. Löse die Zähne voneinander, ohne den Mund weit zu öffnen. Öffne beide Hände und lege sie locker ab. Lass die Ausatmung etwas länger werden als die Einatmung, aber zwinge dich nicht in einen Takt. Wenn du aufstehen kannst, gehe zehn langsame Schritte und spüre den Bodenkontakt. Bleibst du sitzen, drücke beide Füße kurz auf den Boden, löse den Druck wieder und nimm die Veränderung wahr.

Nutze die letzten dreißig Sekunden für den Aufgabenwechsel. Benenne zuerst, was abgeschlossen ist, dann genau einen nächsten Schritt: „Ich habe die Zahlen verschickt. Jetzt öffne ich den Besprechungsplan.“ Oder: „Das Gespräch ist vorbei. Jetzt schreibe ich die drei offenen Punkte auf.“ Schließe unnötige Tabs und lasse nur das Material für diesen Schritt offen. Ist die vorige Aufgabe noch offen, parke sie mit einem vollständigen Satz: „Die Rückfrage ist noch offen. Ich notiere sie für später und beginne jetzt mit der E-Mail.“

Setze die Pause an Übergänge, die in deinem Arbeitstag ohnehin vorkommen: nach einem Meeting, vor dem Mittagessen oder vor dem letzten Arbeitsblock. Wenn andere sofort etwas von dir wollen, kündige die zwei Minuten klar an. Du kannst sagen: „Ich brauche zwei Minuten, dann schaue ich mir das an.“ Im Chat kannst du schreiben: „Ich wechsle gerade aus einer anderen Aufgabe. Ich melde mich in zwei Minuten.“ Falls dein Chef drängt, nenne den konkreten nächsten Schritt: „Ich öffne die Unterlagen in zwei Minuten und gebe dir danach Rückmeldung.“ Du musst die Pause nicht ausführlich erklären.

Beim ersten Versuch kann der Blick weiter an einer Nachricht hängen oder die Schultern ziehen sofort wieder hoch. Wiederhole dann nicht die ganze Pause immer länger. Vereinfache sie. Lege alles aus der Hand, löse nur die Zähne und formuliere den nächsten Schritt. Wirst du unterbrochen, sage: „Einen Moment, ich beende kurz meinen Aufgabenwechsel.“ Klappt selbst das nicht, schreibe den offenen Gedanken in einem Satz auf. Verschiebe die Pause an den nächsten natürlichen Übergang. Die Pause muss sich nicht vollkommen gelungen anfühlen, damit du die nächste Handlung klar festlegen kannst.

Passe die Form an deine Umstände an. Bei Schichtarbeit liegen die Übergänge vielleicht nach einer Übergabe, vor einer Pause oder vor dem letzten Arbeitsblock. Wenn du allein lebst oder keine Familie in der Nähe hast, nutze einen Kalendereintrag oder einen Zettel als äußeres Signal. Wenn Geld knapp ist, musst du für die Pause nichts kaufen. Etwas Abstand zum Bildschirm genügt, die zehn Schritte kannst du auch an Ort und Stelle machen. Bei einer Sprachbarriere kannst du den Abschlusssatz in der Sprache sagen, die dir am vertrautesten ist. Für andere legst du dir schriftlich bereit: „Ich brauche zwei Minuten. Danach mache ich weiter.“

Eine Mini-Pause ersetzt weder Schlaf noch längere Erholung. Beobachte deshalb, was außerhalb dieser zwei Minuten geschieht. Hol dir professionelle Unterstützung, wenn du trotz solcher Pausen regelmäßig nicht in die nächste Aufgabe findest, nach Feierabend wiederholt nicht abschalten kannst, Arbeit liegen bleibt oder Schlaf und Alltag spürbar beeinträchtigt sind. Sprich das bei deinem nächsten Termin konkret an: „Zwischen Aufgaben bleibt die Anspannung bestehen. Ich kann nach der Arbeit nicht abschalten, und mein Schlaf oder mein Alltag leidet darunter.“ Hast du noch keinen Termin, suche professionelle Unterstützung und nenne dieselben Veränderungen. Notiere bis dahin, wann die Anspannung beginnt, was davor passiert ist und ob die Mini-Pause etwas verändert hat.

Wie lange gilt eine Krankschreibung wegen psychischer Belastung?

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Vielleicht beginnt die Anspannung schon am Sonntagabend. Du schläfst schlecht, öffnest trotzdem spät noch den Posteingang oder merkst morgens, dass du den Arbeitsbeginn kaum schaffst. Vielleicht häufen sich Fehler, obwohl dir dieselben Aufgaben sonst leichtfallen. Wenn du dich aktuell nicht arbeitsfähig fühlst, ruf in deiner Hausarztpraxis an. Sage: „Ich bin psychisch so belastet, dass ich meine Arbeit derzeit nicht schaffe. Ich brauche einen Termin zur Einschätzung meiner Arbeitsfähigkeit.“ Die Ärztin oder der Arzt entscheidet anhand deiner aktuellen Situation, wie lange eine Krankschreibung gilt. Eine feste Dauer für alle gibt es nicht.

Bereite den Termin mit wenigen Stichpunkten vor. Schreibe auf, seit wann sich dein Alltag verändert hat, was vor der Arbeit passiert und welche Aufgaben dir nicht mehr gelingen. Bleibe bei Beobachtungen. Hilfreich sind Sätze wie: „Ich schlafe kaum und kann mich morgens nur schwer fertig machen.“ Oder: „Ich lese dieselbe Nachricht mehrfach und verstehe trotzdem nicht, was ich tun soll.“ Ergänze, was deine Arbeit verlangt, etwa ständige Erreichbarkeit, Konzentration, Kundenkontakt oder Verantwortung für Fehler. Du musst deine Belastung nicht selbst benennen oder erklären. Beschreibe, was tatsächlich passiert.

Beim Termin kannst du deine Notizen vorlesen, wenn du im Gespräch den Faden verlierst. Sage zum Beispiel: „Seit einiger Zeit kann ich mich kaum konzentrieren. Vor Arbeitsbeginn bekomme ich starke körperliche Beschwerden. Ich mache Fehler, die mir sonst nicht passieren, und schaffe meine Aufgaben derzeit nicht zuverlässig.“ Beantworte Rückfragen so konkret wie möglich. Die Praxis beurteilt dann, ob du arbeitsunfähig bist. Die Bescheinigung nennt das voraussichtliche Ende. Frage vor dem Gehen: „Bis wann gilt meine AU, und wann soll ich mich wieder melden, falls ich dann noch nicht arbeitsfähig bin?“

Informiere deinen Betrieb über den vorgesehenen Meldeweg. Eine kurze Nachricht genügt: „Ich bin arbeitsunfähig. Wie lange voraussichtlich, teile ich nach dem Arzttermin mit.“ Nach dem Termin kannst du schreiben: „Ich bin bis einschließlich des bescheinigten Datums arbeitsunfähig.“ Die AU zeigt dem Arbeitgeber keine Diagnose. Wenn dein Chef nach Einzelheiten fragt, kannst du bei der knappen Information bleiben: „Ich bin ärztlich arbeitsunfähig geschrieben und melde mich wieder, sobald sich an der voraussichtlichen Dauer etwas ändert.“ Prüfe nur, ob dein Betrieb zusätzlich einen bestimmten internen Meldeweg verlangt.

Beobachte vor dem bescheinigten Ende, ob du wieder arbeiten kannst. Frage dich konkret: Kann ich schlafen, mich morgens fertig machen, eine Aufgabe zu Ende führen und meine üblichen Fehler vermeiden? Wenn das weiterhin nicht gelingt, melde dich rechtzeitig wieder in der ärztlichen Praxis. Sage: „Meine Beschwerden bestehen weiter, und ich kann meine Arbeit noch nicht zuverlässig erledigen. Ich brauche vor dem Ende meiner aktuellen AU eine erneute Einschätzung.“ So vermeidest du eine Lücke zwischen den Bescheinigungen. Erreichst du die Praxis beim ersten Versuch nicht, versuche es erneut und nenne beim nächsten Kontakt das Ende deiner aktuellen AU. Bei Schichtarbeit kannst du ergänzen, wann du sicher erreichbar bist.

Wenn du allein wohnst oder keine Familie in der Nähe hast, bitte eine vertraute Person um eine kleine, konkrete Hilfe: „Kannst du mich morgen daran erinnern, in der Praxis anzurufen?“ Du kannst den Anruf auch neben einer Freundin oder einem Kollegen machen. Wenn Geld knapp ist, brauchst du für die Vorbereitung nichts zu kaufen. Notizen auf Papier oder im Handy reichen. Bei einer Sprachbarriere schreibst du deine wichtigsten Sätze vorher vollständig auf und liest sie vor. Du kannst der Praxis auch sagen: „Deutsch ist für mich schwierig. Bitte sprechen Sie langsam und stellen Sie kurze Fragen.“ Wenn deine Arbeitszeiten einen Rückruf erschweren, nenne ein passendes Zeitfenster und halte deine Stichpunkte bereit.

Vereinbare zusätzlich eine psychotherapeutische Sprechstunde, wenn Schlaf, Angst oder Erschöpfung bestehen bleiben. Das gilt auch, wenn du weiterhin Aufgaben nicht beenden kannst, wiederholt ungewohnte Fehler machst oder schon vor jedem Arbeitsbeginn starke Beschwerden bemerkst. Sage bei der Kontaktaufnahme: „Meine psychische Belastung beeinträchtigt meinen Alltag und meine Arbeitsfähigkeit. Ich möchte einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde.“ Dafür brauchst du keine Überweisung. Einen Termin für die Sprechstunde kannst du über 116117 vereinbaren. Klappt die Kontaktaufnahme zunächst nicht, versuche es erneut und halte deine zeitlichen Möglichkeiten bereit. Die Sprechstunde ersetzt weder die ärztliche Krankschreibung noch einen Therapieplatz oder Kassenplatz.

Zwischen Terminen kannst du HelpClinic nutzen, um den nächsten überschaubaren Schritt festzulegen. Beginne mit drei Fragen: Was fühle ich gerade? Was belastet mich heute am stärksten? Was muss ich beim nächsten Gespräch ansprechen? Eine mögliche Eingabe lautet: „Ich habe morgen einen Arzttermin und verliere beim Reden schnell den Faden. Hilf mir, meine beobachtbaren Beschwerden in kurzen Stichpunkten zu sammeln.“ Nach einem Termin kannst du festhalten, was besprochen wurde und welche Frage offenblieb. HelpClinic begleitet dich mit Selbsthilfe-Werkzeugen und einer KI-geführten Routine im Alltag, ist aber keine Therapie oder Behandlung. Der KI-Begleiter ist kein Therapeut und kein Krisendienst. Bleibt die Belastung bestehen, wende dich wieder an die ärztliche Praxis oder die psychotherapeutische Sprechstunde.

Generalisierte Angststörung bei der Arbeit besser bewältigen

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Bei der Arbeit zeigt sich dauernde Sorge oft in kleinen Schleifen. Du liest eine Nachricht mehrfach, siehst nach Feierabend im Posteingang nach oder schiebst eine Aufgabe auf, weil jeder Anfang falsch wirken könnte. Unklare Aufgaben, Fehlerangst und ständige Erreichbarkeit können das verstärken. Achte heute auf den Moment, in dem du von einer konkreten Aufgabe zu vielen möglichen Folgen springst. Genau dort setzt die nächste kleine Handlung an.

Trenne dann Beobachtung, Befürchtung und Handlung. Schreibe vor Feierabend die Antworten untereinander auf: „Was ist belegt, was befürchte ich, und welche Handlung ist morgen möglich?“ Zum Beispiel: „Belegt ist, dass die Rückmeldung noch fehlt. Ich befürchte, dass ich einen Fehler gemacht habe. Morgen frage ich gezielt nach.“ Wenn du wieder ins Grübeln kommst, ergänze keine möglichen Folgen. Lies nur deine Antworten und bleibe bei der vorgesehenen Handlung.

Wähle als Nächstes nur eine Aufgabe und formuliere ihr sichtbares Ergebnis: „Ich sende den Entwurf“, „Ich kläre die Zuständigkeit“ oder „Ich frage nach dem Termin“. Bleibt der Anfang zu groß, zerlege ihn weiter: Datei öffnen, relevante Punkte markieren, Frage versenden. Bei Schichtarbeit ersetzt du „morgen“ durch „zu Beginn meiner nächsten Schicht“. Lege die Arbeitsnotiz danach außer Sichtweite, damit sie nicht den ganzen Feierabend bestimmt.

Bitte deinen Chef um ein Gespräch über Arbeitsmenge und Zuständigkeiten. Du kannst schreiben: „Ich möchte meine Aufgaben und Prioritäten kurz mit Ihnen klären. Wann passt ein Gespräch?“ Bringe deine Notiz mit und sage: „Bei diesen Aufgaben verliere ich den Überblick. Welche Aufgabe hat heute Vorrang, und was wird verschoben?“ Bleibt die Antwort unklar, frage nach: „Welches sichtbare Ergebnis erwarten Sie zuerst?“ So musst du nicht selbst erraten, was mit „alles ist dringend“ gemeint sein könnte.

Halte die Antwort schriftlich fest und sende sie bei Bedarf zurück: „Damit ich richtig plane, habe ich unsere Absprache so verstanden: Zuerst erledige ich diese Aufgabe, die andere wird verschoben.“ Bekommst du keine Antwort, frage erneut nach und füge deine ursprüngliche Nachricht bei. Ändert sich nichts, nimm die Notiz zum Betriebsrat, Personalrat oder Betriebsarzt mit. Sage dort: „Ich habe versucht, Prioritäten zu klären. Die Arbeitsmenge bleibt für mich unübersichtlich. Ich brauche Unterstützung bei einer konkreten Anpassung.“

Wenn du allein wohnst oder keine Familie in der Nähe hast, plane einen sichtbaren Übergang nach der Arbeit. Schließe die Arbeitsnotiz, lege Arbeitsgeräte weg und schreibe einer vertrauten Person: „Meine Schicht ist vorbei. Ich möchte heute nicht weiter über die offenen Aufgaben sprechen. Melde dich bitte zu einem anderen Thema.“ Gibt es niemanden, dem du schreiben möchtest, halte für dich fest: „Die nächste Handlung steht in meiner Notiz. Heute muss ich sie nicht ausführen.“

Wenn Geld knapp ist, bleibe zunächst bei Schritten, für die du nichts anschaffen musst: eine Notiz, eine klare Nachfrage und die Vorbereitung des Fachgesprächs. Du kannst bei der Terminvereinbarung sagen: „Mein Budget ist knapp. Welche nächsten Schritte kommen für mich infrage?“ Bei einer Sprachbarriere schreibe vorher: „Deutsch ist nicht meine stärkste Sprache. Kann ich die wichtigsten Punkte schriftlich mitbringen, und welche Unterstützung ist beim Gespräch möglich?“ So muss die ganze Erklärung nicht spontan gelingen.

Wenn „generalisierte Angststörung“ noch keine fachlich gestellte Diagnose ist, nutze den Begriff nicht als Selbstdiagnose. Vereinbare einen Termin in der Hausarztpraxis oder direkt eine psychotherapeutische Sprechstunde. Eine Überweisung ist dafür nicht nötig. Über 116117 bekommst du einen Termin für diese Sprechstunde. Führt der erste Versuch nicht zu einem Termin, nutze den anderen der genannten Wege und notiere, was du bereits versucht hast. Schreibe für das Gespräch auf: „Therapieplatz: Was ist mein nächster Schritt?“ und „Kassenplatz: Was muss ich bei meiner Suche beachten?“

Nimm deine Notizen zu Sorgen, Schlaf, körperlichen Beschwerden und Problemen bei der Arbeit mit. Vereinbare fachliche Hilfe, wenn du beobachtest, dass die Sorgen wiederholt deinen Schlaf, den Feierabend oder das Erledigen konkreter Aufgaben beeinträchtigen. Werden Angst oder körperliche Beschwerden stärker, wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Fachperson. Für den Abend kannst du in HelpClinic eine zehnminütige, von KI geführte Routine nutzen: Benenne, was du fühlst, halte die offene Aufgabe fest, formuliere den ersten Schritt für morgen und beende danach die Arbeitsnotiz. Das ist tägliche Unterstützung zwischen Gesprächen mit einer Fachperson, keine Therapie oder Behandlung. Der Begleiter von HelpClinic ist kein Therapeut und kein Krisendienst.

Konkrete Beispiele für psychische Belastungen am Arbeitsplatz

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Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind zum Beispiel zu viel Arbeit für die verfügbare Zeit, unklare Zuständigkeiten, häufige Unterbrechungen oder herabwürdigendes Verhalten. Der Begriff beschreibt Bedingungen der Arbeit und ist keine Diagnose. Vielleicht beginnt die Anspannung schon am Sonntagabend, du beobachtest den Posteingang nach Feierabend oder jede neue Aufgabe wirkt sofort dringend. Schau dir zunächst nur eine Schicht oder einen Arbeitstag an: Wann kamen mehrere dringende Aufgaben zusammen, ohne klare Priorität, genug Zeit oder Unterstützung? Was war verlangt, und was blieb deshalb liegen?

Halte solche Beispiele fünf Arbeitstage lang knapp fest. Notiere Datum, Aufgabe, konkrete Anforderung und unmittelbare Folge, etwa eine ausgefallene Pause, einen Fehler nach einer Unterbrechung oder Arbeit nach dem vereinbarten Ende. Bleib bei dem, was sich anhand von Aufgaben und Fristen nachvollziehen lässt. Statt „alles ist toxisch“ schreibst du: „Auftrag B kam um 15 Uhr dazu, Auftrag A blieb mit gleicher Frist offen.“ Fehlte eine Entscheidung, ergänze: „Auf meine Frage nach der Priorität bekam ich keine Antwort.“ Bei Schichtarbeit nennst du die Schicht und den Zeitpunkt der Übergabe.

Lies nach den fünf Arbeitstagen dein Protokoll und markiere einen Punkt, der wiederkehrt. Nimm nicht alle Probleme zugleich in das erste Gespräch. Entscheide, welche Klärung du brauchst: eine Reihenfolge, eine Zuständigkeit, weniger Unterbrechungen oder die Entscheidung, welche Aufgabe entfällt. Bitte dann um einen Termin. Du kannst schreiben: „Ich möchte die wiederkehrenden Überschneidungen bei meinen Aufgaben besprechen. Ich bringe konkrete Beispiele mit und brauche eine klare Priorisierung. Wann können wir das in Ruhe klären?“ Passt ein Termin kaum zu deiner Schicht, ergänze: „Bitte nennen Sie mir eine Zeit, die zu meiner Schicht passt.“

Im Gespräch beschreibst du zuerst den Ablauf, dann die Folge, danach deine Bitte: „Für diese Aufgaben reicht die verfügbare Zeit nicht. Was hat Vorrang, und welche Aufgabe entfällt?“ Bei häufigen Unterbrechungen sagst du: „Aufgabe A wurde mehrfach unterbrochen. Danach ist ein Fehler entstanden. Ich brauche eine klare Regel, welche Anfrage sofort Vorrang hat.“ Antwortet dein Chef nur allgemein, wiederhole die offene Entscheidung: „Ich verstehe, dass das Ergebnis gebraucht wird. Bitte entscheiden Sie, ob A oder B zuerst erledigt wird.“ Schick danach eine kurze Nachricht mit dem, was du verstanden hast.

Wenn die erste Bitte keine klare Antwort bringt, setze schriftlich nach: „Ich habe noch keine Entscheidung zur Priorität erhalten. Bis zur Klärung arbeite ich zuerst an A. Bitte teilen Sie mir mit, falls B Vorrang haben soll.“ Bleibt das Problem bestehen, wende dich mit deinem Protokoll an Betriebsrat, Personalrat, Betriebsarzt oder die zuständige Person für Arbeitsschutz. Sage: „Ich habe wiederkehrende Arbeitsbedingungen und ihre unmittelbaren Folgen dokumentiert. An wen kann ich mich damit wenden?“ Frage außerdem, wie psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung erfasst werden und wo du deinen dokumentierten Fall einbringen kannst.

Lebst du allein oder ist keine Familie in der Nähe, bitte eine erreichbare vertraute Person ganz konkret um Kontakt: „Ich habe heute ein schwieriges Gespräch bei der Arbeit. Kann ich dir danach kurz schreiben, wie es gelaufen ist?“ Ist niemand erreichbar, plane direkt nach der Schicht Zeit ein, um Ablauf, Antwort und offene Frage festzuhalten. Bei Schichtarbeit zählt dein tatsächlicher Arbeitsrhythmus. Dokumentiere Anspannung vor deiner Schicht, ausgefallene Pausen und Nachrichten nach dem vereinbarten Ende. Im Gespräch kannst du sagen: „Meine Belastung liegt in diesen Schichten und Übergaben. Bitte schauen Sie sich genau diese Zeiten mit mir an.“

Wenn du kein Geld für zusätzliche Unterstützung ausgeben kannst, beginne mit dem dokumentierten Gespräch im Betrieb und sprich die Geldfrage in der Hausarztpraxis offen an: „Ich kann keine zusätzlichen Kosten übernehmen. Welche Möglichkeit kommt für mich infrage?“ Bei einer Sprachbarriere bereite die wichtigsten Sätze schriftlich vor: „Deutsch ist nicht meine stärkste Sprache. Bitte sprechen Sie langsam und schreiben Sie die nächsten Schritte auf.“ Fasse eine Antwort anschließend in deinen Worten zusammen: „Ich habe verstanden, dass A Vorrang hat und B warten soll. Ist das richtig?“ Reicht das nicht, frage vor dem nächsten Gespräch, wie es für dich verständlich geführt werden kann.

Achte neben den Arbeitsbedingungen auf konkrete Veränderungen bei dir. Wenn du wegen der Belastung kaum schläfst, vor der Arbeit starke Beschwerden hast oder dich nach Feierabend nicht mehr erholst, vereinbare einen Termin in der Hausarztpraxis. Sage dort: „Seit der Arbeitssituation schlafe ich kaum und erhole mich nach Feierabend nicht mehr. Ich habe aufgeschrieben, wann das passiert und welche Arbeitsbedingungen davor standen.“ Für eine psychotherapeutische Sprechstunde brauchst du keine Überweisung; 116117 vermittelt einen Termin für die Sprechstunde. Nimm dein Arbeitsprotokoll mit und frage in der Hausarztpraxis oder in der psychotherapeutischen Sprechstunde nach einer Einschätzung. Es zeigt konkrete Bedingungen und Folgen, ersetzt aber keine medizinische oder psychotherapeutische Einschätzung.

Ich ertrage meine Kollegen nicht mehr: Was kann ich tun?

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Wenn du denkst „Ich ertrage meine Kollegen nicht mehr“, kläre zuerst, was genau dich belastet. Vielleicht unterbricht dich jemand ständig, macht abwertende Bemerkungen, schiebt dir Aufgaben zu oder schließt dich aus Absprachen aus. Triff heute keine Entscheidung aus dem letzten Streit heraus. Schreibe nach dem nächsten Vorfall den genauen Satz oder die Handlung auf, dazu Ort, Zeitpunkt und Auswirkung auf deine Arbeit. Ersetze „alle sind immer respektlos“ durch etwas Prüfbares wie „im Teamtermin wurde ich dreimal unterbrochen und konnte meinen Arbeitsstand nicht erklären“. Notiere auch, wer dabei war.

Lies deine Notiz später noch einmal und trenne Beobachtung, Wirkung und Vermutung. „Sie hat meine Aufgabe neu verteilt“ ist eine Beobachtung. „Ich konnte die vereinbarte Arbeit nicht beenden“ beschreibt die Wirkung. „Sie will mich loswerden“ ist eine Vermutung, die du im Gespräch nicht als Tatsache behandeln solltest. Wähle danach einen einzelnen Vorfall aus. Wenn mehrere Kollegen beteiligt sind, beginne nicht mit der ganzen Gruppe. Entscheide, mit wem eine Klärung zuerst sinnvoll ist und welches konkrete Verhalten sich beim nächsten Mal ändern soll.

Bitte um einen ruhigen Termin und kündige das Thema knapp an: „Ich möchte den Ablauf unseres letzten Teamtermins mit dir klären. Hast du heute oder morgen zehn Minuten?“ Im Gespräch kannst du sagen: „Im Termin hast du mich mehrfach unterbrochen. Ich konnte den Stand nicht erklären. Bitte lass mich beim nächsten Mal ausreden.“ Oder: „Du hast meine Aufgabe neu verteilt, ohne vorher mit mir zu sprechen. Dadurch musste ich meine Planung ändern. Bitte sprich solche Änderungen zuerst mit mir ab.“ Bleib bei einem Beispiel. Sammle nicht jede frühere Kränkung in diesem Gespräch.

Reagiert dein Kollege abwehrend, wiederhole deine Bitte einmal, ohne über seine Absicht zu streiten: „Wir müssen uns nicht darüber einigen, wie es gemeint war. Ich möchte, dass wir diese Änderung für den nächsten Termin festhalten.“ Wird das Gespräch laut oder abwertend, beende es mit: „Ich möchte das mit einer neutralen Person fortsetzen.“ Gehe dann aus der Situation und schreibe auf, was passiert ist. Wenn dein erster Versuch ignoriert wird, bitte schriftlich um einen weiteren Termin und schlage vor, dass Chef, Betriebsrat oder Personalrat dabei ist.

Bei wiederholter Herabwürdigung, Ausgrenzung oder Drohung reicht ein Gespräch unter vier Augen oft nicht. Sichere deine Notizen und ordne sie nach Datum. Wende dich an Betriebsrat, Personalrat oder eine betriebliche Beschwerdestelle, falls es sie gibt. Sage dort: „Ich möchte diese Vorfälle dokumentiert besprechen und wissen, welches Verfahren jetzt gilt.“ Nimm deine Aufzeichnungen mit und benenne, was du brauchst: eine begleitete Aussprache, eine klare Aufgabenverteilung oder eine Rückmeldung zum weiteren Vorgehen. Ein einzelner Konflikt ist noch kein Beleg für Mobbing. Ein Protokoll macht ein wiederkehrendes Muster prüfbar.

Passe die Schritte an deinen Alltag an. Bei Schichtarbeit kannst du schreiben: „Unsere Arbeitszeiten überschneiden sich selten. Bitte nenne mir einen Termin während meiner nächsten Schicht.“ Wenn du allein lebst oder keine Familie in der Nähe hast, vereinbare nach einem schwierigen Gespräch einen Anruf mit einer vertrauten Person. Du kannst vorher senden: „Ich habe morgen ein belastendes Gespräch bei der Arbeit. Kann ich dich danach kurz anrufen und erzählen, wie es gelaufen ist?“ Wenn Geld knapp ist, beginne mit Notizen und den genannten Stellen im Betrieb. Bei einer Sprachbarriere schreibe deine drei wichtigsten Sätze vorher auf. Frage vor einem Termin, ob eine vertraute Person dich begleiten kann.

Achte zwischen den Vorfällen darauf, ob der Ärger auf bestimmte Situationen begrenzt bleibt oder inzwischen deinen ganzen Arbeitstag bestimmt. Beobachtbar wird Überlastung zum Beispiel, wenn du vor fast jeder Begegnung angespannt bist, Gesprächen ausweichst, Fehler machst, weil du dich nicht konzentrieren kannst, oder dich nach der Arbeit nicht mehr erholst. Halte einige Tage lang knapp fest: „Was ist passiert? Wie habe ich reagiert? Was konnte ich danach nicht mehr tun?“ Diese Notizen helfen dir, einen Konflikt im Betrieb von deiner eigenen zunehmenden Belastung zu unterscheiden, ohne selbst eine Diagnose stellen zu müssen.

Wenn Schlaf, Konzentration oder Erholung leiden, du deine Arbeit wiederholt nicht mehr wie gewohnt schaffst oder fast jede Begegnung starke Reizbarkeit auslöst, vereinbare einen Termin in der Hausarztpraxis. Sage dort konkret: „Seit einiger Zeit schlafe ich nach Arbeitstagen schlecht, kann mich im Teamtermin kaum konzentrieren und erhole mich nach Feierabend nicht mehr. Was soll ich jetzt tun?“ Nenne, seit wann sich etwas verändert hat und was im Arbeitsalltag nicht mehr gelingt. Eine psychotherapeutische Sprechstunde kannst du ohne Überweisung über 116117 vereinbaren. Sie klärt den Hilfebedarf, löst aber den Konflikt im Betrieb nicht für dich. Nimm deshalb deine betrieblichen Notizen weiterhin getrennt mit Chef, Betriebsrat, Personalrat oder Beschwerdestelle auf.

Tägliche Unterstützung, wenn du deinen Job hasst, aber das Geld brauchst

„Ich hasse meinen Job, aber ich brauche das Geld“: wenn du das denkst, musst du heute nicht gleich kündigen. Nach Feierabend kannst du mit einem kurzen Tool den Arbeitstag abschließen oder dir eine persönliche Routine für den nächsten Morgen zusammenstellen lassen. HelpClinic begleitet dich zwischen Therapiesitzungen und bietet dir Zugang zu einer Fachperson, wenn die psychische Belastung am Arbeitsplatz zu viel wird.

Psychische Gesundheit
29%der Beschäftigten in der EU gaben an, dass die Arbeit Stress, Depression oder Angst verursachte oder verstärkte
Zwischen Terminen
Tägliche RoutineDer KI-Begleiter schlägt kurze Übungen für die kommenden Tage vor. Er ist weder Therapeut:in noch Krisendienst.
Gespräch
58%der Beschäftigten in der EU würden sich wohlfühlen, mit ihrer Führungskraft über ihre psychische Gesundheit zu sprechen

„Es war nicht der eine schlechte Tag. Es war jeder Abend, der still in Gedanken an die Arbeit verschwand.“

Vom ersten Signal zu dauerhafter Veränderung

Kurzer Check-in

Ein paar Fragen zu Druck, Schlaf und Energie, damit wir treffen, was dich heute belastet.

Tools griffbereit

Fundierte Atemübungen, Journaling-Impulse sowie Techniken aus KVT und ACT, verfügbar, wenn du sie brauchst.

Routinen, Schritt für Schritt

KI-gestützte Begleitung nutzt deine Antworten, um das nächste Tool auszuwählen und deine tägliche Routine zusammenzustellen.

Therapeut:in 1:1

Wenn Selbsthilfe nicht ausreicht, kannst du eine Einzelsitzung mit einer geprüften Fachperson buchen.

Häufig gestellte Fragen

Ersetzt HelpClinic eine Therapie?

Nein. HelpClinic bietet tägliche Unterstützung zwischen und vor den Sitzungen. Es gibt dir Werkzeuge für den Moment, und du kannst bei Bedarf eine Sitzung mit einer geprüften Fachperson buchen. Es ersetzt keine Therapie und keine Hilfe in einer Krise.

Was ist der „KI-Begleiter“: ist das ein:e Therapeut:in?

KI-gestützte Begleitung nutzt deine Antworten, um das nächste Tool auszuwählen und deine tägliche Routine zusammenzustellen. Sie ist weder Therapeut:in noch Krisendienst und erkennt eine Krise möglicherweise nicht. Bei akuter Gefahr nutze die Nummern unten.

Sieht mein Arbeitgeber das?

Nein. Du meldest dich selbst an, nicht über die Firma, und dein Arbeitgeber hat keinen Zugriff auf das Konto; er sieht weder, dass es existiert, noch was du nutzt. Beim Anmelden gibst du einige Basisdaten an, für einen Termin bei einer Fachperson etwas mehr; sie sind verschlüsselt und gehen nur mit deiner Zustimmung an eine Fachperson. Details stehen in der Datenschutzerklärung.

Ich habe wenig Zeit, passt das?

Ja. Die Werkzeuge sind kurz und passen zwischen die Meetings. Drei Minuten zum Durchatmen an einem harten Tag machen einen echten Unterschied.

Was kostet es?

Du startest kostenlos, ohne Kartendaten. Deine Einschätzung, die täglichen Tools und Hilfe für schwere Momente bleiben dauerhaft gratis. Ein optionales Abo schaltet die volle Bibliothek und Routinen frei, und menschliche Betreuung: Gruppen und 1:1-Sitzungen, die du buchen kannst. Keine versteckten Kosten.

Warum kündigen Mitarbeiter innerlich?

Viele Mitarbeiter kündigen innerlich, wenn dauerhafte Überlastung oder fehlende Wertschätzung ihnen jede Aussicht auf Veränderung nimmt. Notiere fünf Arbeitstage lang nach Feierabend, was dir Kraft genommen hat. Damit gehst du mit konkreten Beispielen zu deinem Chef oder zum Betriebsrat.

Was bedeutet "innerlich bereits gekündigt"?

„Innerlich bereits gekündigt“ bedeutet, dass du formal noch beschäftigt bist, dich aber kaum noch mit deiner Arbeit verbunden fühlst. Prüfe eine Woche lang, ob du nur an einzelnen Tagen auf Abstand gehst oder Aufgaben dauerhaft nur noch irgendwie erledigst. Daraus formulierst du zwei konkrete Änderungswünsche für das Gespräch mit deinem Chef.

Was sind die typischen Anzeichen für eine innere Kündigung?

Typische Anzeichen sind dauernder Rückzug, kaum eigene Vorschläge und das Gefühl, nur noch bis zum Feierabend durchzuhalten. Ein schlechter Tag reicht dafür nicht. Markiere zehn Arbeitstage lang, wann dieses Muster auftaucht und was unmittelbar davor passiert.

Was tun gegen Arbeitsphobie?

Bei starker Angst vor der Arbeit ist der erste Schritt ein Termin beim Hausarzt oder in einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Für die Sprechstunde brauchst du keine Überweisung. HelpClinic kann dir bis dahin eine kurze tägliche Routine zusammenstellen, ersetzt aber keine Therapie. Der KI-Begleiter ist kein:e Therapeut:in und kein Krisendienst.

Was kann man tun, wenn man zu viel Arbeit und zu wenig Mitarbeiter hat?

Setze zuerst mit deinem Chef fest, welche Aufgaben heute Vorrang haben und was liegen bleibt. Du kannst sagen: „Mit der aktuellen Besetzung schaffe ich heute A oder B, aber nicht beides.“ Halte die Entscheidung danach kurz per E-Mail fest und wende dich bei anhaltender Überlastung an den Betriebsrat.

HelpClinic

Hast du das Gefühl, die Arbeit wird zu viel?

Wenn du in akuter Gefahr bist oder an Suizid denkst, rufe jetzt die passende Nummer unten an. HelpClinic ist kein Notfall- oder Krisendienst.

Akute Gefahr (Deutschland und EU)

112

TelefonSeelsorge (Deutschland)

0800 111 0 111
Andere Länder

Österreich

Notruf: 112

TelefonSeelsorge Österreich: 142 (rund um die Uhr, kostenlos, erscheint nicht auf der Rechnung)

Das sind externe Hilfetelefone, nicht HelpClinic. Notruf und Beratungsnummer sind kostenlos, die 112 gilt in der gesamten EU. Österreich steht unten. In der Schweiz erreichst du den Notruf über 112 und die Sanität über 144; bist du in einem anderen Land, findest du die dortigen Hilfetelefone auf findahelpline.com.

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