Wie du Luft holst, wenn der Tag schon morgens entgleist
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Wenn Verspätung, verschüttete Milch und die nächste Bitte gleichzeitig kommen, beginne mit sechs ruhigen Atemzügen. Atme durch die Nase ein und etwas länger aus, ohne besonders tief einzuatmen. Lockere beim Ausatmen den Kiefer und senke die Schultern. Das geht beim Packen der Tasche oder am Wasserkocher; du brauchst dafür keine Stille.
Beschreibe danach die Situation ohne Bewertung: „Dieser Morgen ist chaotisch und ich bin überfordert.“ Frage dich: „Was muss in den nächsten zehn Minuten wirklich passieren?“ Wähle eine Sache: dein Kind anziehen, die Schlüssel finden oder eine Nachricht wegen der Verspätung schicken. Notiere oder verschiebe den Rest, statt alles im Kopf zu behalten.
Senke zum Schluss den Anspruch für diesen Morgen. Ein einfaches Frühstück, ein ungemachtes Bett oder eine abgesagte Zusatzaufgabe sind vernünftige Anpassungen. Wenn möglich, bitte eine andere Person im Haushalt um eine konkrete Aufgabe. Es geht nicht um einen perfekten Start, sondern um den nächsten Schritt mit etwas mehr Raum im Kopf.
